Verpasst oder nicht? Die Megatrends der nächsten Jahre (Microsoft)

Ein kurzer Rückblick zum Event. Morell Westermann hält fest: Nach Jahren grosser Ankündigungen und atemberaubender Visionen erleben wir nun, wie die Digitalisierung unseren Alltag tatsächlich immer stärker prägt. Das Umpflügen von Wirtschaftszweigen ist noch nicht vorbei. Mehrwert schaffen und in neue Geschäftsmodelle einsteigen – wer jetzt nicht dabei ist, hat verloren.
Ein gut besuchter Event von publishingNETWORK in Wallisellen spornte Morell Westermann – Technical Account Manager bei Microsoft Schweiz – zu einer interessanten Sicht auf die Zukunft an. Er stellte zu Beginn seines Referates klar, dass wir nicht über die Digitalisierung sprechen müssen; diese ist schon längst in unserer Gesellschaft integriert. Die Digitalisierung ist kein vorübergehender Trend, sondern bildet die Grundlage, auf der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in Zukunft aufbauen. Noch wissen wir nicht im Detail, wie dieser Prozess ablaufen wird, geschweige denn, wo wir in zehn Jahren stehen werden. Jobs und Geschäftsmodelle werden verschwinden – andere neue geschaffen. Klar ist aber auch: Im Zentrum der Digitalisierung stehen nicht nur Daten, Maschinen, Algorithmen oder einzelne Anwendungen, sondern die Menschen. Wir müssen die Chance nutzen, die Digitalisierung mitzugestalten und entsprechend kritisch zu hinterfragen.
„Lineares Denken”, diagnostiziert Morell Westermann, sei typisch menschlich. Aber die Digitalisierung erfordere exponentielles Denken von denen, die sie mitgestalten wollten. Sein Lieblingsbeispiel gibt er den Teilnehmer/-innen mit: Wie sich die Dicke des Papiers beim Falten exponentiell erweitert, in diesem Tempo wandeln sich Technologien – und mit ihnen ganze Branchen.

Neue Geschäftsmodelle, Potenzial

Nach Jahren grosser Ankündigungen und atemberaubender Visionen erleben wir nun, wie die Digitalisierung unseren Alltag tatsächlich immer stärker prägt. Digitale Plattformen pflügen ganze Wirtschaftszweige um – wie Uber die Taxibranche, Airbnb den Tourismus oder Amazon den Detailhandel. Das innovative – und disruptive – Potenzial des digitalen Zeitalters ist damit noch keineswegs erschöpft: Selbstfahrende Autos, virtuelle Welten, Avatare, Roboter und 3D-Drucker sind nicht mehr nur kühne Visionen von Forschern und Fantasten, sondern bilden den Kern der nächsten Geschäftsmodelle von Start-ups und Konzernen.
Die Digitalisierung verspricht substanziellen Mehrwert für uns Menschen, die Unternehmen, die Umwelt und die Gesellschaft als Ganzes. Aber sie erschöpft sich nicht im Technologischen und im Wirtschaftlichen. Die Digitalisierung wird die Hoffnungen auf neues Wachstum und Wohlstand und eine hohe Lebensqualität dann einlösen, wenn sie Mehrwerte für den Markt, aber genauso für die Gesellschaft und für die Menschen schafft. Immer wieder schaffen es Leute mit innovativen Ideen neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, allen voran Elon Musk, der sich aber auch immer wieder kritisch gegenüber der künstlichen Intelligenz zu Wort meldet.

Arbeitskraft, Thesen und Trends

Je mehr Begriffe wir erfinden, um die Welt von morgen zu beschreiben, desto unschärfer wird das Verständnis dessen, was Digitalisierung wirklich bedeutet. Das Fundament bildet die Technologie. Im Kern stehen aber der Mensch und die Anwendungsfelder, die uns die digitale Infrastruktur eröffnet. Hat Arbeit in Zeiten von Robotik, künstlicher Intelligenz und digitaler Vernetzung noch Zukunft? Eine Frage, der wir uns als Gesellschaft nicht entziehen können.
Dazu stellte Morell Westermann auch seine Thesen in den Raum, um die Teilnehmer/-innen sich gedanklich mit der Veränderung in diesem Bereich zu konfrontieren: Wird ein Trend ersichtlich, ist es bereits zu spät, um einzusteigen. Dabei nahm er das Beispiel der Automobilindustrie in Bezug zu den Elektrofahrzeugen: Wer jetzt nicht dabei ist, hat verloren.

Medienindustrie und virtuelle Welt

In der anschliessenden Diskussion wurden die Chancen für die Medienindustrie besprochen. Dabei standen vor allem Geschäftsmodelle, Ausbildungen und die zukünftigen Jobs im Fokus.
Im Anschluss konnten die Teilnehmer/-innen während dem Apéro die virtuellen Welten mit der Hololense erleben und die interessanten Surface-Produkte ausprobieren.

Weiterführende Links

Ein detaillierter Bericht & Fotos im publishingblog.ch >>

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