E-Book-Lehrmittel mit Video, Audio und Interaktivität!

Schulen, Lehrer und Schüler hätten ihre Lehrmittel künftig gerne in digitaler Form. Lehrmittelverlage tun sich aber noch schwer mit der Umsetzung. Das Thema «Standard» ist bei den E-Books noch in den Kinderschuhen und beschränkt sich auf Textformatierung, Überschriften und Tabellen. Präsentiert wurden am Publishing-Talk Möglichkeiten und Grenzen moderner Lehrmittel und welche Voraussetzungen zu schaffen sind. Aus dem ursprünglichen Ansatz von «Print-first» folgt das neue Konzept «Print-less». Das ist die Zukunft.
Jeder Lernende will in der Zeit der Digitalisierung sein persönliches Lernset. Dafür müssen die Verlage ihre Prozesse neu strukturieren und eventuell neue Denkmodelle einführen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Schulen, Lehrer und Schüler hätten ihre Lehrmittel gerne in digitaler Form. Ein einfaches E-Book auf PDF-Basis genügt oft nicht und ist zu wenig attraktiv. Eine der Herausforderungen sind die medienneutralen Inhalte. “Content First” heisst «neutrale Daten», die – je nach Ausgabekanal oder -zweck – zielgerichtet ausgespielt werden.
Die drei Referenten des Abends, Christian Heimann, Roman Schurter und Daniel Stainhauser, präsentierten am Publishing-Talk im Januar, wie die Produktion (Workflow) vereinfacht werden kann und welche «Hausaufgaben» vorher zu erledigen sind.
Kreative Content-Produktion auf Knopfdruck
Das Thema «Standard» ist bei E-Books noch in den Kinderschuhen. Letztlich beschränken sich die Fähigkeiten auf Textformatierungen, Überschriften und Tabellen. Was ist aber mit Video, Audio und Interaktivität? Fehlanzeige. Das funktioniert nur dann, wenn der Hersteller einer E-Book-Lösung rund um den Standard noch zusätzliche proprietäre Features einbaut.
Christian Heimann erläuterte am Beispiel von «beook» dessen Möglichkeiten und Grenzen – was ein «schönes E-Book» kann, was es sinnvollerweise enthalten sollte und wie es entsteht.
Medienneutrale Module – eine Herausforderung
«Content First Publishing» setzt voraus, dass Inhalt neutral und unabhängig des späteren Ausgabekanals erfasst wird. Roman Schurter informierte über die Strategie der Compendio Bildungsmedien AG, die seit Jahren mit strukturierten Daten arbeitet und die Prozesse für die Aufbereitung der Daten optimiert hat. Das Ziel ist klar: mit medienneutralen Modulen die zukünftigen Ausgabekanäle sowie die Anforderungen des Marktes abzudecken. Ein klarer Workflow und definierte Datenformate helfen dabei.
Die Zukunft heisst Print-less (weniger drucken)
Daniel Stainhauser von der ionesoft GmbH zeigte zum Abschluss an praktischen Kunden-Beispielen auf, wie aus dem ursprünglichen Ansatz von «Print-first» das neue Konzept «Print-less» wird. Die Grundlage dazu sind die richtigen Rohdaten. Damit lassen sich richtig gute E-Books erstellen.
In der anschliessenden Diskussion beantworteten die Referenten die verschiedenen Fragen der Teilnehmer. Der Ausklang beim Apéro war angereichert mit spannenden Gesprächen.
Weiterführende Links:
Compendio Bildungsmedien AG
ionesonft GmbH
Für die Teilnehmer sind die Präsentationen auf Anfrage erhältlich.
Bildlegende/Referenten unten:
Christian Heimann, Polygraf und heute Medieningenieur, ionesoft GmbH
Roman Shurter, Leiter E-Medien Compendio Bildungsmedien AG
Daniel Stainhauser, Geschäftsleiter ionesoft GmbH, Gründer der beook-Technologie
   

Was ist der Publishing-Talk?

Ein Publishing-Talk-Anlass ermöglicht in einem ungezwungenen Ambiente den Wissensaustausch zwischen Fachleuten über technische Themen. Er ist eine offene Diskussions-Plattform.
Der Fachverband publishingNETWORK schafft damit eine gute Vernetzung und Grundlage, vorhandenes Wissen mit neuen Kompetenzen zu erweitern. Dabei steht auch die Erarbeitung von individuellen, betrieblichen Herausforderungen mit neuen Lösungen im Zentrum. Geschäfts- und Abteilungsleiter sowie Produktions- und Technikleiter und Berater informieren sich unverbindlich an unseren Themen-Abenden «Publising-Talk».
 
Bildlegende: Zuhören und mitdiskutieren am Publishing-Talk + Ausklang am Networking-Apéro
 

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