Umfrage zur Medienproduktion 2017: Was die Auftraggeber wollen

Früher war es für den Werbetreibenden klar, wenn es um Planung und Konzept in der Kommunikation geht, war die Werbeagentur gefragt. Und bei der Medienprodutkion – es ging vor allem um Drucksachen – übernahm das Printunternehmen die Arbeit. Inzwischen ist der Ablauf dank digitaler Transformation zwar einfacher geworden, doch die Zahl der eingesetzten Medien hat sich vervielfacht. Und die früher eindeutige Aufgabenteilung hat sich verändert: aber in welcher Weise? Dies wollten wir in einer Umfrage klären, da seit einiger Zeit beobachtet werden kann, dass die Auftraggeber in Konzept, Planung und Umsetzung von multimedialen Werbekampagnen das Heft immer mehr in ihre Hand nehmen. Befragt wurden in diesem Jahr kleine, mittlere und grosse Unternehmen, wovon 38% über ein Werbebudget von mehr als 1 Mio. CHF verfügen.
Mehr als 80% aller Befragten setzen sich multimediale Kommunikationsziele, dabei sind rund 83% mit der Werbewirkung ihrer crossmedialen Werbung zufrieden. Bei der Umsetzung stützen sich nur Wenige ausschliesslich auf externe Agenturen oder Mediendienstleister, eine deutliche Mehrheit nutzt Hilfe von Aussen nur bei Bedarf. Obwohl kein Vergleich mit früheren Studien besteht, ist zu vermuten, dass die Befragten heute mehr selber machen als früher. Bei den elektronischen Medien betrifft dies vor allem Arbeiten für Social Media und etwas weniger für den Web Content, dagegen gehen die meisten Werbetreibenden für den Mobile Content (inklusive App-Erstellung) zum Spezialisten. Dies sind in den wenigsten Fällen Agenturen oder IT-Dienstleister. Auch die Printmedien werden bei den Befragten mehrheitlich im eigenen Haus produziert, wobei dies hauptsächlich Prospekte/Broschüren betrifft, etwas weniger trifft dies auf Magazine, Direktmarketing und Promotion/Plakate zu. Eine Minderheit hat sich schon aus den Printmedien verabschiedet, sie bewerten diese Werbemittel als unbedeutend. Ganz wenig Befragte wollen ihre Infrastruktur zur Medienproduktion stark erweitern, die meisten sehen einen sukzessiven Ausbau vor und etwa mehr einen (vorläufigen) Stopp.
Werden Sie Ihre Infrastruktur zur eigenen Medienproduktion…

Einen Abbau der inzwischen beachtlichen Infrastruktur zur eigenen Medienproduktion ist nicht zu erwarten. Denn mit der Integration von weiteren Kundendaten (Big Data) nimmt auch der Trend zur Marketing Automation zu; hinzu kommt, dass aus Spargründen  und/oder zugunsten dem Einsatz von neuen Techniken (wie Augmented Reality) vermehrt auf bestehende Texte, Bilder, Grafiken und Videos zurück gegriffen wird. Und dies macht der Werbe-Auftraggeber lieber im eigenen Haus. In der Umfrage haben sie mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass Sie mit Lieferanten zusammenarbeiten, welche den Überblick haben. Für den Dienstleister heisst das, er muss Gesamtlösungen anbieten können, jedoch genügend flexibel sein, in einem Fall die gesamte Arbeit zu übernehmen und andernorts nur eine Teilarbeit auszuführen.
Wer mehr über die Umfrage zum Crossmedia-Management in Unternehmen wissen will, der kann bei René Theiler das Management-Summary beziehen. Am meisten Nutzen stiften diese Zahlen, wenn Sie ins Verhältnis zur eigenen Situation gebracht werden. Bei einer solchen Analyse kann Ihnen das publishingNETWORK behilflich sein. Sie bringen dabei neben der Studie eine langjährige Erfahrung in der Medienproduktion ein.
René Theiler, publishingNETWORK, Bern, Rene.Theiler@vsd.ch
Text:
Hannes Zaugg
HZW für Crossmedia Management
Webereistrasse 47, 8134 Adliswil/Zürich

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