Befreit eure Inhalte!

Am letzten Event von publishingNETWORK 2017 war nochmals ein sehr spannendes Thema im Fokus, Chatbots: Was können diese virtuellen Sprachassistenten aktuell und was werden sie zukünftig in der mobilen Kommunikation von Unternehmen leisten?
Georg Obermayr, Leiter Crossmedia-Produktion in einer bayrischen Werbeagentur, führte mit einem sehr interessanten Referat in das Thema ein. Dabei machte er eine Abgrenzung der Themen und zeigte die verschiedenen Aggregatszustände des Publishings.
In seiner Präsentation fokussierte er auf die 3 Bereiche:
– Sicht des Marketings (Kundenkommunikation)
– Sicht der Technik (Techniken und Gadgets zur Spracherkennung)
– Sicht des Designs (Nutzererlebnisse, Design-Prozess)
Primär sind Chatbots Computerprogramme, die auf Nutzeranfragen möglichst «natürlich», also menschlich antworten. Bei Fragen nach dem Wetter und Lokalempfehlungen, aber auch für Flugbuchungen gibt es bereits gut funktionierende Sprachassistenten. Das Handeln des Chatbots wird meist über Regeln und manchmal über künstliche Intelligenz bestimmt.

Georg Obermayr zeigte mit einigen Beispielen auf, wie Chatbots mit Messengerdiensten funktionieren. Für einen Kunden von Outdoor-Produkten haben sie in der Agentur einen Proof of Concept erstellt, der sehr gut aufzeigt, für welche Zwecke in der direkten Kommunikation ein Chatbot genutzt werden kann. Die Marken werden in diesen Medien neu integriert. Chatbots haben grosses Potenzial, unsere Form der Arbeit nachhaltig zu verändern.
Wichtig für Georg Obermayr ist auch der Dialog eines Chatbots im Gegensatz zu einer Webseite. Für ein entsprechendes Projekt ist es daher sehr wichtig sich die Positionierung und Profilierung am Markt genau zu analysieren. Mit einem guten Konzept kann bei einer Marke oder einem Produkt eine Imagesteigerung erzielt werden. Ein entscheidendes Kriterium ist der personalisierte Zugang für die Kunden welcher bei einer Bestellung in einem Webshop immer mehr greift. In diesem Bereich zeigte er ein gutes Beispiel der Firma H&M.
Georg Obermayr ist der Überzeugung, das Texte als Basis der Kommunikation bei den Chatbots eine zentrale Rolle spielen. Wichtig für ihn ist auch die Zusammenarbeit im Team, dabei geht nichts über agile Prozesse und interdisziplinäres Arbeiten.
Zum Schluss machte er noch einen Appell an die Struktur der Daten für die Medienproduktion. «Befreit eure Inhalte» ist seine Botschaft. In Zukunft müssen Daten in den drei Aggregatszuständen «fest, flüssig und gasförmig» ohne Restriktionen eingesetzt werden. Für ihn ist klar: den Einsatz der künstlichen Intelligenz müssen wir verstehen und unbedingt in unsere Prozesse einbauen.

Zum Abschluss konnten die zahlreichen Teilnehmer sich dem Apéro dem Netzwerken widmen. Ein spannender Anlass rundete die Events von publishingNETWORK stilvoll ab.
 
Die Teilnehmer können bei René Theiler die Präsentation elektronisch anfragen.

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