Apples iOS 11 wird Augmented Reality den Weg ebnen

Das neue, mobile Betriebssystem von Apple könnte der Anwendung von Augmented Reality (AR) einen massiven Schub geben. „Durch die starke Integration in Apples neues mobiles Betriebssystem schafft es die Technologie nun quasi über Nacht in die Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen“, so Prof. Dr. Claus-Peter H. Ernst von der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS). Das Betriebssystem soll nicht nur mit den aktuellsten Hardwaregenerationen kompatibel sein, sondern sich auch auf vielen älteren iPhones und iPads installieren lassen.
Integrierte Augmented-Reality-Funktionen
Eine Besonderheit von iOS 11 sieht der Wissenschaftler in der Bereitstellung von Augmented-Reality-Funktionen seitens des neuen Betriebssystems. Ein zentraler Vorteil von Augmented Reality liegt darin, dass Inhalte nicht nur passiv konsumiert werden. Durch Interaktion und Animation werden motorische Aktivitäten ausgelöst und die Inhalte bewusst wahrgenommen und erlebt. Visuelle und haptische Inhalte ergänzen sich. Der Benutzer ist dabei eingebunden und gestaltet den Content selbst mit. Obwohl die mit Augmented Reality dargestellten virtuellen Objekte lediglich auf dem Display der Mobilgeräte berührt werden, entsteht durch die Möglichkeit von Drehen und Klicken eine haptische Wahrnehmung des Gegenstands.
App-Entwicklerinnen und Entwickler könnten demnach damit auf vergleichsweise einfache Weise Augmented Reality in ihre Apps integrieren. Das Softwareupdate auf iOS 11 ermögliche ohne neue Hardware den Zugang zu den neuen Augmented-Reality-Apps.
Augmented Reality bezeichnet die Erweiterung der Realitätswahrnehmung. So lassen sich zum Beispiel virtuelle Möbel, Poster oder andere Objekte im eigenen Zuhause platzieren wie am Beispiel von Ikea im Beitragsbild. Kunden können das Smartphone mit der passenden App über die Katalogseiten halten und schon erscheint auf dem Bildschirm das 3D-Abbild des betreffenden Möbelstücks. Da dieses lagegerecht und maßstabsgetreu die reale Umgebung (zum Beispiel das eigene Wohnzimmer) überlagert, lässt sich ein Eindruck gewinnen, wie das Möbelstück in der restlichen Einrichtung wirkt.
Beitrag von Alexandra Oettler im Newsletter von MELASCHUK-MEDIEN
Quelle: Frankfurt University of Applied Sciences
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