Printprodukte erfolgreich veredeln

Wie jedes Jahr setzt der Publisher auch 2014 in seiner dritten Ausgabe den Schwerpunkt Veredlung. Neben einem aufwendig produziertem Cover und einem Erfahrungsbericht zum Veredlungsalltag mehrerer Dienstleister, wartet er mit einer beachtenswerten Hommage auf Papier und einem praxisorientierten Ratgeber für ausgewählte Veredlungsverfahren auf.
Josef Inauen nennt es zurückhaltend „Effekt Papier“ und spannt doch sensibel den grossen Bogen von der fürsorglichen Kleinstkindversorgung in der frühen Menschheitsgeschichte über den dadurch ausgeprägten taktilen menschlichen Sinn für faserig, warm anmutende Oberflächen bis hin zur lernunterstützenden Wirkung des Papiers.
Er offeriert uns in seiner Betrachtung in Vergessenheit geratende Argumente für gedruckte Produkte. Papier, so zum Beispiel, löst eine ähnlich breitschichtige Anzahl von Emotionen in uns aus, wie es nur ein gutes, emotional einfühlsam vorgetragenes Konzert kann, so Inauens Argumentation.
Der Artikel im Publisher…>> ist eine Schmeicheleinheit unserer Sinne und ein Plädoyer für haptisch interessanten Lesestoff. Veredeln fängt mit Papier an!
Mark Reuter wählt für den Ratgeberteil neben den weitverbreiteten Verfahren Heissfolien- und Blindprägung vier weitere optisch sowie haptisch interessante Veredlungsmöglichkeiten aus. Seine Devise: Dem Dschungel der Reizflut digitaler Medien mit Faszination, Leidenschaft und Brillanz für Printprodukte begegnen.
Neben der Beschreibung von Verfahren und Besonderheiten werden Gemeinsamkeiten in der Herangehensweise und technische Grenzen herausgearbeitet, technische Details wie Datenformat und Datenanlage benannt. Die Bewertung von Schwierigkeitsgrad und Nachhaltigkeit kann auf Grund des begrenzten Platzes ebenso wie die Beschreibung der technischen Grenzen nur angerissen werden – gleichwohl dem Autor detaillierte Informationen zur Verfügung stehen. Der Autor zeigt auf, wie Veredlungsergebnisse teilweise auf einfache Weise hinreichend simuliert werden können. Einheitliche, systematisch angelegte Referenzmusterkarten für Inspiration und technische Möglichkeiten / Grenzen (Spezifikation) werden nicht nur gefordert, sondern Muster eines ambitionierten Projektes vorgestellt.
Reuter gelingt es, bisher nicht beachtete Alternativen zu aufwendigen Veredlungsverfahren aufzuzeigen. Ein Blick auf unbeachtete Möglichkeiten der Personalisierung wird gewagt. Der Artikel ist eine Bekundung der Leidenschaft für systematische Arbeitsmaterialien, sachlich reduziertes Design und exzellente Ausführung.
Link zum Artikel auf der Publisher Webseite…>>
PDF…>> des Artikel “Effekt Papier” von Josef Innauen
PDF…>> des Artikel “Erfolgreich veredeln – ein Ratgeber” von Mark Reuter
Bildquelle Extrablack: Referenzmuster für Flockdruck, Heissfolienprägung und Laserstanzung

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