OFFENER BRIEF AN PETER THEILKÄS, VISCOM

Die Kommission für Berufsentwicklung und Qualität hat Ende Juni über die Änderungsanträge zur neuen Grundbildung der Polygrafen entschieden und praktisch alle abgelehnt. Die Bereitschaft von Viscom für eine sachliche Auseinandersetzung über inhaltliche Aspekte war leider zu keinem Zeitpunkt gegeben. Denn auch Kritik in der Sache wird von den Verantwortlichen des Viscom grundsätzlich wie ein Sakrileg behandelt und mit entsprechenden Massnahmen sanktioniert. Die Strategie war deshalb klar: auf Argumente nicht eingehen, möglichst nicht reagieren, verdrängen, beschönigen, die Kritiker leer laufen lassen, isolieren, diffamieren und lächerlich machen. Statt auf die Inhalte der Kritik einzugehen, wurde von Adlaten gebetsmühlenartig auf die «Schärfung» des Berufsbildes und die Attraktivität des Berufes hingewiesen. Dann folgte ein Artikel in der Fachzeitschrift Viscom Nr. 12 – ein Lehrstück für Manipulation und Täuschung der Leserschaft. Krönender Höhepunkt der Verunglimpfung der Kritiker waren dann die persönlichen Anmerkungen eines Herrn Prof. Dr. Dörig, die auf der Viscom-Homepage veröffentlicht wurden. Was in seinen Ausführungen steht ist ein Mix aus einer Huldigung seiner Auftraggeber und einer Schmutztirade gegenüber den Kritikern. Die Analyse meiner Umfrage bezeichnet er als undifferenzierte Polemik. Damit diffamiert er primär die an der Umfrage beteiligten Berufsbildner/-innen in einer beschämenden Art und Weise. Und wie er, frage ich mich auch «Was ist denn wohl das Thema hinter dem Thema?», wenn die Trägerverbände die inhaltliche Auseinandersetzung mit Kritik/Kritikern partout verweigern und auf eine Frage des Prinzips reduzieren.

Ein offener Brief von Fritz Maurer, ehemaliger Rektor der Berufsschule Zürich, an Viscom. Nachzulesen auf mediaforum…>>

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