Symposium "Unternehmensberichte 2009" vom 15. und 16.9.2009 in Frankfurt am Main
Die Welt der Unternehmensberichterstattung hat in den letzten Jahren spürbar an Komplexität gewonnen. Multimedialität hat sich vom Schlagwort zum gesetzlich forcierten Standard entwickelt. Unternehmensberichte werden nicht nur gedruckt und über die Unternehmenswebsite veröffentlicht, sondern auch über die Website der Börse und in spezifischen XML-Formaten auch über den elektronischen Bundesanzeiger zugänglich gemacht. Die verantwortlichen Abteilungen haben zudem einen
erweiterten inhaltlichen sowie rechtlichen Rahmen abzudecken. Neben den immer differenzierteren finanziellen Daten müssen sie verstärkt Informationen aus den Bereichen Corporate Governance, Risk Management, Nachhaltigkeit usw. aufbereiten. Gleichzeitig muss eine optische und inhaltliche Differenzierung eines Unternehmens erreicht werden. Geeignete Konzepte, eingesetzte Schriften, gestaltete Infografiken werden immer wichtiger. Daher kann es sich die Unternehmenspublizität nicht erlauben, auf ein charakteristisches Konzept und Layout zu verzichten – auch weil sie damit eventuell die Komplexität des Erstellungsprozesses reduzieren kann.
Dazu kommt der sehr umfassende Aufwand, die Inhalte der Publikationen im Unternehmen abzustimmen sowie von unterschiedlichen Dienstleistern gestalterisch aufbereiten und immer wieder anpassen zu lassen. Der enge zeitliche Rahmen für die Ausführung stellt jedes Jahr eine zunehmende Herausforderung dar. Vermehrter Kostendruck mit gleichzeitigem Augenmerk auf nachhaltige Produktion erhöht noch den Schwierigkeitsgrad. Das alles erfordert von den verantwortlichen Personen ein hohes Mass an Know-how und Organisationstalent. Daher lautete das Schwerpunktthema in diesem Jahr:
Trends und Möglichkeiten der Prozessoptimierung bei der Erstellung von Unternehmensberichte
Zum vierten Mal in Folge wendete sich das Symposium Unternehmensberichte insbesondere an Manager aus den Bereichen Investor Relations und Corporate Communication, um diesen Hilfestellung im immer dichter werdenden Dschungel aus rechtlichen, technischen und inhaltlichen Anforderungen und Möglichkeiten zu geben. Damit bot der Fachverband Medienproduktioner auch eine Plattform zum Informationsaustausch für Unternehmensvertreter, Finanzspezialisten, Kreativ- und IR-Agenturen, Kommunikationsdesigner, Corporate Publisher, Druckereien, Medienproduktioner und Systemanbieter. René Theiler hat auch ein Referat zum Thema Nachhaltige Medienproduktion gehalten im Kontext zu den Unternehmensberichten.
Der Fachverband Medienproduktioner e.V. (f:mp.) hat eine redaktionelle Zusammenfassung der einzelnen Referate gemacht (PDF-Datei).

